Der Weg zum Jagdschein

Egal ob ein Vorbereitungskurs bei einer Jagdschule oder einer Jägerschaft absolviert wird – man sollte sich vorab gründlich über das Preis-Leistungs-Verhältnis, die Qualität der Ausbildung und der Ausbilder, den Ausbildungsort sowie die Dauer der Ausbildung informieren.

Die Jägerschaften Fallingbostel und Soltau führen seit vielen Jahren erfolgreich Vorbereitungskurse zum Erwerb des Jagdscheins durch. Die Erfolgsquote bei der Erlangung des sogenannten „Grünen Abiturs“ kann sich dabei durchaus sehen lassen.

 

Quelle Foto: ChatGPT

Der Halbjahreskurs

Der Vorbereitungskurs der Jägerschaft Fallingbostel beginnt jeweils in der ersten Septemberwoche.
Der theoretische Unterricht findet montags und donnerstags von 19:00 bis 21:30 Uhr auf dem Schießstand in Krelingen statt.
Die Ausbildung erfolgt nach modernen Lehrmethoden durch erfahrene Jäger, Tierärzte, Büchsenmacher, Forstbeamte und Falkner.

Zusätzlich werden an einigen Wochenenden durchgeführt:

  • Reviergänge
  • Besuche von Wildtiergehegen

Zur gezielten Vorbereitung auf die Prüfung finden etwa sechs Wochen vor dem Prüfungstermin im Abstand von jeweils 14 Tagen zwei praktische Ausbildungsveranstaltungen statt.
Dabei wird die mündlich-praktische Prüfung unter realistischen Bedingungen probeweise durchgeführt.

Der Ausbildungskurs endet schließlich Ende März beziehungsweise Anfang April mit:

  • mit der Schießprüfung
  • mit der theoretische Prüfung (100 Fragen aus einem Fragenkatalog mit insgesamt 2.505 Fragen)
  • mit der mündlich/praktische Prüfung
Jungjägerausbildung - Jägerschaft Fallingbostel e.V.

Ansprechpartner

Knut-Holger Bünger

Knut-Holger Bünger

Jungjägerausbildung, Hegeringleiter Kirchboitzen

Altenboitzen 38
29664 Walsrode

0151 / 403 236 60
buenger.khb@gmail.com

Aktuelles

Bericht der AG Junge Jäger – Jahresrückblick 2025

Bericht der AG Junge Jäger – Jahresrückblick 2025

Das Jahr 2025 stand für die AG Junge Jäger der Jägerschaft Fallingbostel im Zeichen eines erfolgreichen Neustarts. Mit viel Engagement, frischer Energie und zahlreichen Veranstaltungen konnte die AG Junge Jaeger nicht nur zusammenbringen, sondern ihnen auch wertvolle...

mehr lesen
Aktiv die Kulturlandschaft für wilde Tiere gestalten

Aktiv die Kulturlandschaft für wilde Tiere gestalten

Am ersten Februarsonntag ist es morgens um 9 Uhr noch kühl und diesig auf dem Oesenhof in Riepe. Das stört die Freiwilligen des Jagdscheinkurses der Jägerschaft Fallingbostel e.V. aber wenig. Voller Tatendrang stehen sie auf dem Hof und hören gespannt Eva und Jan...

mehr lesen

Wer kann an einer Prüfung zum Jagdschein teilnehmen?

Zur Jagdscheinprüfung kann sich jede/jeder Bürgerin/Bürger anmelden die/der zum Zeitpunkt der Prüfung mindestens 15 Jahre und 6 Monate alt ist und nach Überprüfung (polizeiliches Führungszeugnis) durch die Jagdbehörde als zuverlässig und unbescholten gilt.

Die Teilnahme an einem Vorbereitungskurs wird vom Gesetzgeber nicht vorgeschrieben, ist aber sehr zu empfehlen.

Fachgebiete der Jägerprüfung

  1. Dem Jagdrecht unterliegende und andere frei lebende Tiere
    1. Biologie sowie ökologische Ansprüche, Verhalten und Bedürfnisse der wichtigsten in der Bundesrepublik vorkommenden wild lebenden Tiere
    2. Grundlagen der Populationsdynamik
  2. Jagdwaffen und Fanggeräte
    1. Jagdwaffenkunde
    2. Umgang mit Lang- und Kurzwaffen, blanken Waffen, Optik, Zielhilfen und sonstigen Jagdgeräten sowie deren Pflege und Verwahrung
    3. Fanggeräte und Praxis der tierschutzgerechten Fangjagd
    4. Unfallverhütungsvorschriften.
  3. Naturschutz, Hege und Jagdbetrieb
    1. Grundlagen der Wechselbeziehungen des Natur- und Artenschutzes und des Land und Waldbaus
    2. Biotopschutz und –gestaltung
    3. Kenntnis der wichtigsten Feldfrüchte, Baum- und Straucharten
    4. Jagdmethoden, Verhalten auf der Jagd, Jagdeinrichtungen, Sicherheitsbestimmungen
    5. Kenntnis der Jagdsignale, Jagdschutz, Wild – und Jagdschäden.
  4. Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen, jagdliches Brauchtum
    1. Versorgung und Verwertung des Wildes, Wildbrethygiene
    2. Wildkrankheiten
    3. Grundlagen des Jagdhundewesens, Kenntnis der Jagdhunderassen
    4. zeitgemäßes jagdliches Brauchtum, Waidgerechtigkeit
  5. Jagdrecht und verwandtes Recht
    1. Bundes – und Landesjagdrecht Niedersachsen einschließlich des zugehörigen Artenschutzrechtes
    2. Waffenrecht
    3. Tierschutz-, Tierseuchen – und Tierkörperbeseitigungsrecht
    4. Recht des Naturschutzes und der Landschaftspflege einschließlich des zugehörigen Artenschutzrechtes
    5. Recht des Waldes und der Landschaftsordnung, insbesondere Betretungsrecht.

Nähere Details zur Jägerprüfung und weitere interessante Infos finden Sie hier.

Die Jägerprüfung

Auszug: Die kompletten Prüfungsbedingungen finden Sie hier.

Die Jägerprüfung in Niedersachsen besteht aus 3 Prüfungsteilen

  1. Prüfungsteil – Schießprüfung
    Schießdisziplin Ziel Anzahl der Schüsse/Tauben Mindesergebnis Art der Ausführung
    Büchse (für Schalenwild erlaubte Kaliber und Laborierung) Rehbockscheibe 5 Schüsse 100m – 25 Ringe Anschlag stehend angestrichen, Visier und Optik beliebig
    Flinte (Kaliber .20 oder stärker) Tontauben 15 Stück 5 Treffer Skeet oder Trap
    Büchse (mindestens Kaliber .223 Win.) laufender Keiler 5 Schuss 50m – 2 Treffer
  2. Prüfungsteil – schriftliche Prüfung
    Der Prüfling hat in der schriftlichen Prüfung in jedem der in der Anlge 1 gennanten Fachgebiete 20 Fragen im Multiple-Choice-Verfahren unter Aufsicht zu beantworten. Die Bearbeitungszeit für die Fragen eines Fachgebiets beträgt 30 Minuten. Die Fragen wählt das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission aus einem Fragenkatalog der obersten Jagdbehörde aus.
  3. Prüfungsteil – mündlich-praktische Prüfung
    1. Die mündlich-praktische Prüfung wird in einem Jagdrevier abgehalten und erstreckt sich auf die in der Anlage 1 genannten Fachgebiete. zu Beginn werden auf dem Jagdhorn fünf Jagdsignale geblasen, aus denen der Prüfling die drei sicherheitsrelevanten Leitsignale „Anblasen des Treibens“, „Treiber in den Kessel“ und „Aufhören zu schießen“ erkennen muss.
    2. Die Jägerprüfung hat nicht bestanden, wer
      1. die in Absatz 1 Satz 2 genannten drei Leitsignale auch nach einmaliger Wiederholung der fünf Jagdsignale nicht erkannt hat oder
      2. beim Umgang mit der Schusswaffe einen Fehler begangen hat, der ihn selbst oder andere hätte gefährden können.

Achtung: Die Jägerprüfung wurde zum 01.07.2012 geändert. Bei Nichtbestehen der Prüfung muß nicht mehr die komplette Prüfung wiederholt werden. Nunmehr reicht es aus, dass der Prüfling nur noch den Prüfungsteil wiederholt, in dem er die geforderten Leistungen nicht erbringen konnte.

Der Ausbildungsort

Der Ausbildungsort – der Schießstand Krelingen – befindet sich verkehrsgünstig gelegen, in Walsrode, OT Krelingen in unmittelbarer Nähe zur Autobahn 7 und 27 am Walsroder Dreieck. Die nähere Umgebung bietet mit der Hermann – Löns – Stadt Walsrode, dem Löns-Museum, Vogelpark Walsrode, Serengetipark in Hodenhagen und dem Naturschutzpark Lüneburger Heide –Wilsede-, Greifvogelgehege Bispingen, sowie der Wildtieraufzuchtstation Mittelstendorf, eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in unmittelbarer Nähe an. Für mitreisende Angehörige bieten sich Ausflugsziele in Celle (historische Altstadt) oder Hannover (Herrenhäuser Gärten) an.
Weiterhin sind das Schnoorviertel in Bremen, Otterzentrum in Hankensbüttel und das Museumsdorf Hösseringen interessante Ziele.