WALSRODE. Wie gehören Wald, Wildtiere, Pflanzen und der Mensch zusammen? Antworten darauf gab es für die Walsroder Grundschüler auch in diesem Jahr nicht aus dem Schulbuch, sondern direkt vor Ort: Bei den Waldjugendspielen in der Eckernworth machten sich am Montag mehr als 200 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern auf den Weg durch den Wald und konnten an zahlreichen Stationen ihr Wissen, ihre Geschicklichkeit und vor allem ihre Neugier auf die Natur unter Beweis stellen.
Bei angenehm warmem Herbstwetter und untermalt vom Klang der Jagdhörner, begrüßten Helma Spöring, Bürgermeisterin der Stadt Walsrode, und Bernd Sartoris, Vorsitzender der Jägerschaft Fallingbostel, die Schülerinnen und Schüler. Danach ging es klassenweise auf den Parcours durch die Eckernworth. Das Wetter spielte dabei nahezu perfekt mit.
Inhaltlich knüpften die Waldjugendspiele an das bewährte Konzept der vergangenen Jahre an. An den einzelnen Stationen ging es unter anderem darum, heimische Tierarten zu erkennen und zuzuordnen, Pflanzen und Bäume kennenzulernen und ökologische Zusammenhänge zu verstehen. Dabei stand nicht allein das richtige Beantworten von Fragen im Mittelpunkt. Vielmehr sollten die Kinder den Wald mit möglichst vielen Sinnen erleben, selbst entdecken und Zusammenhänge erkennen.
Für die Jägerschaft Fallingbostel sind die Waldjugendspiele ein wichtiger Baustein der Natur- und Umweltbildung. „Wer Natur schützen und verantwortungsvoll mit ihr umgehen soll, muss zunächst verstehen, wie sie funktioniert und wie vieles miteinander zusammenhängt“, erläuterte Sartoris. Ziel sei es deshalb, Kinder möglichst früh mit Wald, Wild und heimischer Natur in Berührung zu bringen – nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern durch eigenes Erleben.
Dabei stehen die Waldjugendspiele nicht für sich allein. Gemeinsam mit weiteren Angeboten, etwa im Walsroder Ferienprogramm und bei der Hegeschau des Heidekreises, entsteht über die Grundschulzeit hinweg ein vielfältiger Zugang zur heimischen Natur. Die Kinder begegnen den Themen immer wieder aus unterschiedlichen Blickwinkeln und können ihr Wissen und ihr Verständnis Schritt für Schritt erweitern.
Dass eine Veranstaltung mit mehr als 200 Kindern reibungslos funktioniert, ist nur durch viele helfende Hände möglich. Rund 60 Jägerinnen und Jäger der Jägerschaft Fallingbostel waren in Organisation und Durchführung eingebunden und betreuten die verschiedenen Stationen. Auf Seiten der Grundschulen lag die Organisation insbesondere in den Händen von Agnes Weber, Eskea Sartoris und Chatarina Luttmann. Gemeinsam mit den Lehrkräften und weiteren Helfern sorgten sie dafür, dass die Klassen sicher durch den Parcours geführt wurden und der Vormittag planmäßig ablaufen konnte.
Natürlich durfte am Ende auch die Auswertung nicht fehlen. Dabei zeigte sich, wie ausgeglichen die Leistungen in diesem Jahr waren: Die Schulen lagen in der Wertung ausgesprochen eng beieinander. Den ersten Platz belegte die Südschule, gefolgt von der Marktschule auf Platz zwei und der Grundschule Kirchboitzen auf Platz drei.
Für die Veranstalter war jedoch mindestens ebenso wichtig, mit wie viel Begeisterung und Einsatz die Kinder bei der Sache waren. „Die Ergebnisse lagen unglaublich dicht zusammen. Die Kinder haben das wirklich toll gemacht“, fasste Sartoris zusammen. So blieb am Ende weniger der Wettbewerb als vielmehr das gemeinsame Naturerlebnis in Erinnerung.
Und auch das Wetter hatte offenbar ein Einsehen mit den jungen Waldbesuchern: Kaum waren die Waldjugendspiele beendet, setzte der Regen ein.






